Sehenswürdigkeiten Agrigento

Tal der Tempel (Valle dei Templi)

Die Reihe der Tempel besucht man lieber in den frühen Morgenstunden, wenn die Mittagshitze noch Erbarmen hat und die Reisebusse die Touristenladungen noch nicht angekarrt haben. Auch Nachts sind die schön angestrahlten Ruinen einen Besuch wert.Viele der Tempel sind nur willkürlich benannt worden, aus der Zeit der Griechen fehlt jeder Hinweis,  welche Götter in den Tempeln jeweils verehrt wurden. Aus der Zeit der Römer ist man sich beim Herkules-  und Concordia- Tempel ihrer Identität sicher. Von vielen dieser Sehenswürdigkeiten ist nicht mehr viel übrig, einige Ruinen beeindrucken jedoch immer noch.

 telamon aus zeus tempel

 

 

 

 

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Der „Tempio di Giove Olimpico" ist heute leider nur noch eine Steinhalde. Karthagische Sklaven mussten mit dem Bau nach ihrer Niederlage 480 v. Chr. beginnen, 406 v. Chr. wurde er jedoch noch vor seiner Fertigstellung von den Karthagern selbst zerstört. Man kann sich aber vorstellen, um was für beeindruckende Ausmaße es sich gehandelt hätte: die heute noch erkennbare Fläche beträgt 110 auf 50 Meter, die Säulen wären 21 Meter hoch gewesen.

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Der Herkulestempel entstand im 6. Jahrhundert und ist somit eine der ältesten Sehenswürdigkeiten. Nach einem Erdeben war er eingestürzt, im 20 Jahrhundert wurden seine acht Säulen jedoch wieder aufgestellt                                                 Herkulestempel                    

 

 

 

 

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Der Concordiatempel gehört zu den besterhaltenen griechischen Tempeln überhaupt. Im 6. Jahrhundert ließ der Bischof von Tempel Vallay AgrigentAgrigent die Säulen des 425 v. Chr. erbauten Tempels mit Mauern verbinden, um daraus eine Kirche zu machen. Dadurch überdauerte der Tempel zahlreiche Erbeben, einzig das Dach stürzte ein. Als der Kulturtourismus in Sizilien langsam begann, riss man die Mauern 1748 wieder ein.

 

 

An den Ruinen des „Tempio di Giunone" sind noch heute Brandspuren zu entdecken, die von den zerstörungswütigen Karthagern rühren.

 

 

Aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind Reste des „Tempio dei Dioskuri" erhalten, vier seiner Säulen wurden im 19. Jahrhundert errichtetTempel dio scuri Dioskuri und sind nun viel fotografiertes Wahrzeichen Agrigents. 

Chiesa e Monasterio di Santo Spirito

An dem im 13. Jahrhundert entstandenen Kloster hat die Zeit zwar ihr Spuren hinterlassen, die Stuckdecke aus dem 18. Jahrhundert allerdings ist bis heute besonders schön. Zudem kann man bei den Nonnen das Traditionsreiche Mandelgebäck „Pasta die Mandorla" erstehen.

 

Duomo

Der Dom liegt wunderschön auf einem Hügel über der Altstadt, ein Aufstieg lohnt sich schon allein wegen der herrlichen Aussicht. Während der Zeit der Griechen stand hier ein Zeustempel. Heute erwartet den Besucher ein leider unvollendeter Glockenturm, der in arabisch-normannischer Tradition steht, die Freitreppe ist aus der Zeit des Barock.

 

Vulcanelli di Macalubbe

Fünf Kilometer nördlich von Agrigent befindet sich eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art, ein Naturphänomen, über das schon Goethe, Seume und Maupassant berichteten. Auf einer circa einen Hektar großen vegetationslosen Fläche blubbern kleine Schlamm-"Vulkane" vor sich hin, manchmal heftiger, manchmal weniger stark.

 

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