Gela
Skrupellose Industrialisierung und ungezügeltes urbanes Wachstum haben Gela zu einer der hässlichsten Städte des Südens gemacht. Auch die Gesundheit der ca. 80000 Einwohner leidet unter den Einflüssen der Petrochemie. So sind die Lungenkrebsrate sowie die Kindersterblichkeit Gelas die höchsten in Sizilien. Dabei geht die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung zurück bis in die Kupferzeit. Einst war der Stadtstaat einer der reichsten der Antike. Die Bürger von Gela eroberten Syrakus und gründeten Agrigent. Von diesem einstigen Glanz ist wenig übrig geblieben. Das Archäologische Museum der Stadt, ist jedoch eine echte Sehenswürdigkeit. Ebenso ein archäologischer Park mit einem der besterhaltensten Stücke Stadtmauer aus der griechischen Zeit, dem Fortificazione di Capo Soprano.
Direkt am Meer in der unmittelbaren Umgebung der Städte Gela und Licata liegt in einem Palmengarten das unbedingt sehenswerte Kastell Falconara. Im 15. Jahrhundert als Burg erbaut, wurde es über die Jahrhunderte wechselnden Bestimmungen angepasst. Anders als viele der anderen Kastelle Siziliens, die ab dem 14. Jahrhundert vermehrt gebaut wurden, blieb Falconara durchgehend in privater Hand, so dass der Zustand des alten Gemäuers erstaunlich gut ist.
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