Bei dieser Tempelanlage handelt es sich um eine der besterhaltenen der Erde. Errichtet wurde die Tempelanlage von den Elymern, einem Mischvolk aus Einwanderern und Einheimischen. Die wichtigsten Städte der Elymer waren Erice, Segesta und Entella. Wie fast alle Städte wurde auch diese von den Griechen und später den Römern erobert, unter deren Herrschaft Trapani aber einen gewissen Wohlstand erreichte. Als die Stadt aber von den Vandalen geplündert wurde, erholte sie sich erst einmal nicht mehr und geriet in Vergessenheit. Eine Tempelanlage von beachtlicher Größe und ein antikes Amphitheater aus der Blütezeit der Stadt geben noch heute einen Eindruck von ihrem damaligen Wohlstand.
Die Ausgrabungsstätte von Selinunte gehört zu den größten in Europa und übertrifft sogar das Tal der Tempel bei Agrigent. Sie liegt südlich von Castelvetrano in der Provinz Trapani.
Um 650 v. Chr. durchwanderten Griechen der Siedlung Megara Hyblea Sizilien und gründen hier die Stadt Selinunte. Als Ruine heute noch vorhanden ist die Akropolis, sowei fünf Tempel und zwei oberhalb des antiken Zentrums gelegene Nekropolis (Grabstädte) . Östlich der der Akropolis befinden sich drei weitere Tempelanlagen. Um der Größe dieser archäologischen Stätte gerecht zu werden, sollte man mindestens einen ganzen, wenn nicht zwei Tage einplanen.
Ebenfalls in der Provinz Trapani, in der Ortschaft Erice, liegt das normannische Schloss „Castello di Venere". Es wurde 1076 auf den Ruinen eines Tempels erbaut, der heilige Stätte verschiedenster Kulturen wie der Elymer, Karthager, Phönizier, Griechen und Römer war. Im Inneren des Schlosses befinden sich noch Überreste des Tempels, wie zum Beispiel ein heiliger Brunnen, an dem sexuelle Riten zelebriert wurden.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Trapani ist eindeutig diese Burg. Sie wurde nach dem Ersten Punischen Krieg von dem Karthager Amilcare Barka, dem Vater Hannibals, errichtet. Später wurde sie von den Spaniern umgebaut, weshalb heute der Stil der spanischen Epoche überwiegt.
Im Sprachgebrauch der Trapanier ist die Burg mit einer interessanten Wendung eingegangen: Um auszudrücken, dass etwas uralt ist, sagt der Trapanier „e piu vecchio della colombaia", was so viel heißt wie „es ist noch älter als die colombaia".
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